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Zeeland ist Vielfalt pur und so kommt es, dass auch wir alten Nordseehasen immer wieder neue Sachen entdecken. Zwei Wochen reichen gerade um die „Basics“ zu erkunden. Um Ihnen bei Ihrer Freizeitgestaltung rund um unseren Caravan ein wenig behilflich zu sein, haben wir hier nur einige von vielen „Leckerbissen“ für jeden Geschmack zusammen gestellt.

 

Zeeland mit dem Fahrrad:

Wer gerne mit dem Rad unterwegs ist, der sollte sich beim VVV, dem hiesigenVerkehrsverein eine sogenannte Fietsknooppuntensystemkarte für Noord-Beveland und Walcheren kaufen. Die Karte kostet 5 Euro, aber die Anschaffung ist lohnenswert, denn so entspannt sind Sie unter Garantie noch nie Rad gefahren. Jede Insel hat ca. 20 verschiedene Knotenpunkte, die hervorragend wie ein Wanderweg ausgeschildert sind und ganz bequem abgefahren werden können. Außerdem ist bei den Punkten die Distanz angegeben, so dass Sie schon im Voraus planen können, wie viele km Sie radeln möchten. Sie müssen sich nur die Punkte auf einem Zettel notieren und können ganz entspannt ohne sperrige Radwanderkarte losfahren. Es macht wirklich Spass. Fragen Sie eine der netten Damen beim VVV vor Ort. Wer das eigene Rad nicht dabei hat, kann sich im Ort bei verschiedenen Anbietern ein Bike leihen.

Alle Touren die Sie hier finden funktionieren einwandfrei und sind von uns erprobt.

Tour durch die Polder von Noord-Beveland:

19-11-29-21-20-28-23-24-34-33-32-31-30-39-22-13-12-6-19  Länge ca. 40 km,

Leicht zu fahren und sehr malerisch, Kamera nicht vergessen. Vom Campingplatz aus halten Sie sich rechts und kommen nach ca. 300m am Ortseingang zum Einstiegspunkt Nr. 19. Sie werden von der Mannigfaltigkeit  der Insel sehr schnell angetan sein. Rundum befindet sich Wasser, die Oosterschelde und die Nordsee auf der einen Seite, auf der Rückseite das Veerse Meer. Kamperland ist berühmt für den Wassertourismus und das im Ort gebraute Emelisse Bier. Emelisse war früher ein Kloster. Auch wenn man über das niederländische Bier geteilter Meinung sein kann, es lohnt sich zu probieren. Gebraut werden Weißbier, Bock, Pils, Triple und Double. Sie erhalten es in jedem Supermarkt in Kamperland. Auch ein nettes Mitbringsel in Geschenkverpackungen für Zuhause. Colijnsplaat liegt in unmittelbarer Nähe der Zeelandbrücke, von hier aus hat man ein optimales Panorama um Fotos zu machen. Das Dorf ist bekannt wegen seines Fischereihafens und der Fischversteigerung. Kortgene verfügt neben Kamperland über den komfortabelsten Jachthafen. Auch der alte Fährbetrieb, der im Laufe des Veersegatbaus zum Erliegen kam wurde wieder aufgenommen. Geersdijk besaß vor der Schließung des Veersegatdamms einen Gezeitenhafen. Heute bietet er Seglern  einen Liegeplatz für ein malerisches Picknick. Das Mehl für die Region wird in Wissenkerke in der alten Steinmühle gemahlen. In der Voorstraat ist die alte Wasserpumpe zu sehen, die früher für die Wasserversorgung des Dorfes sorgte. Kats liegt zwischen den Naturgebieten Katsegat und Katshoek. Hier haben sich im Laufe der Jahre sehr viele Künstler niedergelassen.

Kamperland-Schotsmanplaat-Banjaardstrand-Oosterschelde:

19-18-17-1-2-3-4-5-13-12-6-19  ca. 22 km

Der Einstieg in diese Tour entspricht der obigen. De Schotsman ist ein Grodengebiet im Westen von Kamperland. Das besondere an diesem Gebiet sind die unterschiedlichen Landschaften. Wald, Grassteppe und Tümpel bieten ein optimales Brutgebiet für Seevögel. Für Vogelkundler und Naturliebhaber ein kleines Paradies. Auf den Weideflächen grasen schottische Hochlandrinder, die die Verwaldung der Flächen verhindern sollen. Bei Punkt 3 lohnt sich ein Abstecher zu Fuß zum Banjaardstrand. Von hier hat man einen guten Blick auf das Ooosterscheldekering und seine großen Tore. Weiter geht es auf dem Deich und entlang der Oosterschelde zum Sophiahaven dem größten Jachthafen der Insel. Über Wissenkerke geht es zurück nach Kamperland.

Noord-Beveland, Walcheren:

6-5-4-3-2-30-31-32-36-1-17-1810-11-19-6  ca. 30 km

Die Tour führt über den Veersegatdam, der 1961 vollendet wurde. Hierdurch entstand das Veerse Meer, dass somit keine Verbindung mehr zur offenen See hat. Nur eine Schleuse im Zandkreekdamm bei Goes bildet eine Verbindung zur Oosterschelde. Daher ist das Veerse Meer gezeitenunabhängig und somit ein Paradies für Surfer, Segler und Angler geworden. Auf der Seite der Nordsee hat sich einer der schönsten Strände Zeelands gebildet. Der Damm verbindet Noord-Beveland mit der Halbinsel Walcheren. Über Vrouwenpolder geht es zu einem absoluten Geheimtipp, dem kleinen, malerischen Ort Veere. Ein Spaziergang durch den Ort ist Pflicht und wird mit vielen schönen Fotomotiven belohnt. Genießen Sie im Wappen von Veere bei schönem Wetter eine Tasse Kaffee auf der Terrasse und lassen Sie sich vom Charme des Ortes verführen. Veere lebte einst vom lebhaften Woll- und Tuchhandel mit England und Schottland. 1444 heiratete der Stadtherr Wolfert van Borsele die Tochter des schottischen Königs James um die Handelsverbindungen zu stärken.1561 entstanden am Hafen die sogenannten Schottenhäuser mit den malerischen und prunkvollen Renaissancegiebeln. Während der napoleonischen Kontinentalsperre wurde der Tuchhandel mit England unterbrochen und fortan diente Veere nur noch als Fischereihafen. Seit Schließung des Veersegatdamms ist Veere ein beliebter Freizeithafen. Mit der Fähre geht es wieder zurück nach Kamperland. Das Boot fährt immer zur vollen Stunde am Hafenkai. Weiter entlang am Hafenkanal und an der Küste kommt man zum Goudplaat, einem alten Sandriff, das im Verlauf des Veersegatbaus verlandet ist. Heute ist es ein Naturschutzgebiet und Brutstädte vieler Seevögel.

Wandern in Zeeland:

 Westenschouwen:

 Auf der anderen Seite des Deltaprojektes befindet sich die Insel Schouwen-Duiveland. Einer der wohl bekanntesten Orte hier ist Renesse. In Westenschouwen an der großen Düne befindet sich eines der schönsten Gebiete Zeelands. Entweder man geht auf eigene Faust am Strand ein paar Kilometer hin und hinter den Dünen durch den Wald zurück, oder man nutzt einen der markierten Wanderwege.

Der Einstiegspunkt liegt vom Parkplatz aus etwas die Strasse zurück und dann links in den Wald rein. Hier findet sich eine große Tafel mit Strecken verschiedener Länge (3-12km). An dieser Stelle möchten wir noch darauf hinweisen, dass sich hier außerdem ein Reitweg, eine Mountainbikestrecke, sowie ein gepflasterter Weg für Rollstühle und Kinderwagen befindet. 

Die schönste Runde  ist die grüne Route, der Moiwenduinpad. Im Juli und August, wenn die Seevogel brüten ist diese Strecke allerdings gesperrt. Sie geht erst durch den Wald und dann ein Stück den Strand lang, bevor sie sich mit einem atemberaubenden Blick auf den Leuchtturm von Hamstede wieder den  Dünen zuwendet und schließlich am Aussichtsturm wieder in den Wald einbiegt. Hier hat man einen tollen Blick über Schouwen. Bei klarem Wetter sieht man bis nach Zieriksee und zur Zeelandbrücke. Zurück geht es an moorigen Tümpeln vorbei durch den Wald zum Ausgangspunkt. Ausreichende Verpflegung wird empfohlen, da es auf dem Weg keine Einkehrmöglichkeiten gibt.

Wer gerne etwas kürzere Strecken läuft, dem sei auf Noord-Beveland das Schotsmanplaat (4 km) oder das Goudplaat (3 km) empfohlen. Das Panorama auf das Veerse Meer und auf Veere ist ein Foto wert. Am Goudplaat legen im Sommer viele Segler auf einen Zwischenstop an.

Oostkapelle-Domburg ca. 10 km:

 Der Ort verdankt seinen Namen einer Kapelle die im frühen Mittelalter hier gestanden haben muß. Nach Ende des zweiten Weltkriegs, der hier auf Walcheren besonders heftig tobte entwickelte sich das fast völlig zerstörte Gebiet zu einem der beliebtesten Feriengebiete Zeelands. Ausgangspunkt für diese Strecke ist einer der Parkplätze am Strand von Oostkapelle. Über den Strand geht man bequem am Wasser entlang bis nach Domburg. Wer möchte trinkt zur Stärkung auf der schönen Strandpromenade einen Kaffee und genießt den Ausblick aufs Meer. Ein besonders schönes Fotomotiv ist die alte Strandvilla. Sie wurde vor drei Jahren aufwendig restauriert. Jetzt befinden sich hier die teuersten Eigentumswohnungen von ganz Zeeland. Ein 40 qm Appartement kostete damals schon 198.000 Euro. Bekannt ist Domburg auch durch zahlreiche Gemälde des Künstlers  Piet Mondrian. Er malte mit Vorliebe die Aussicht von den Dünen aufs offene Meer. Viele seiner Werke hängen heute im Kröller-Müller Museum bei Arnheim. Vorbei geht es am Wahrzeichen des Ortes dem alten Wasserturm, der jedem von Weitem den Weg nach Domburg weist. Hier beginnt das Naturgebiet Hoogduin, welches zu de Manteling gehört. Von hier hat man eine schöne Aussicht auf den tief gelegenen Strand und das umliegende Dünengebiet. De Manteling hat seinen Namen von „Mantel“. Es legt sich als ältestes Naturschutzgebiet Walcherens wie ein Schutz vor Wind und Wetter zwischen das Meer und die Ortschaften. Das besondere an diesem Gebiet sind die alten Eichenwälder, welche sonst kaum so nah an der Küste vorkommen. Wir verlassen das Gebiet Hoogduin an einer Kreuzung und wenden uns nach rechts in den Wald und Richtung Kasteel Westhove. Hier hatten früher viele Adelige Ihre Feriensitze. Ein Rundgang durch die ehemaligen Gartenanlagen ist lohnenswert. Ansonsten folgen Sie von Kasteel Westhove dem blauen Pfad bis zur Anlage von Gut Berkenbos. Von hier aus sind es nur noch wenige Meter bis nach Oostkapelle zurück.

De Manteling-Oranjezon ca. 10 km:

Zwischen Vrouwenpolder und Oostkapelle liegt das Naturschutzgbiet Oranjezon, welches zu den Ausläufern von De Manteling gehört. Oranjezon ist Trinkwasserschutzgebiet und dient seit mehr als 100 Jahren der Wassergewinnung. Heute wird das Gebiet Oranjezon nur noch für den Notfall benötigt, so z.B. bei großer Sommerdürre. Man findet hier eine mannigfaltige Flora und Fauna. Wald, Dünen und Heide wechseln sich ab. Wasserflächen bieten vielen Vögeln einen Nistplatz. Wir empfehlen von Vrouwenpolder aus am Wasserlauf entlang den Weg zu nehmen und sich dann dem Rundweg durch Oranjezon anzuschließen. Karten finden Sie an den Parkplätzen vor Ort. Fotoapparat nicht vergessen.

 

www.Zeelandmobilheim-Ramackers.de